Kulturstiftung des Bundes fördert „Bauhaus 2019“ mit 16,5 Mio.

Kulturstiftung des Bundes fördert „Bauhaus 2019“ mit 16,5 Mio.

In der gestrigen Sitzung der Kulturstiftung des Bundes unter Vorsitz der Kulturstaatsministerin Monika Grütters wurden neue Vorhaben der Stiftung für insgesamt 37 Mio. Euro verabschiedet. Allein für die Programme und Projekte rund um „Bauhaus 2019“ plant die Kulturstiftung des Bundes 16,5 Mio. Euro Förderung ein. 

Anlässlich des 100. Gründungsjubiläums des Bauhaus im Jahr 2019 schlossen sich bisher neun Bundesländer zum „Bauhaus-Verbund“ zusammen. Neben einer Eröffnungs-Festwoche in Berlin plant der Verbund bislang außerdem 14 große Ausstellungsvorhaben, die darstellen, wo und wie das Bauhaus Architektur, Städteplanung, Typografie, Gestaltung, Fotografie, Tanz und vieles mehr beeinflusste. Mit dem Programm „Bauhaus 2019“ soll die Erfolgsgeschichte des historischen Bauhaus international gewürdigt werden. Mit seiner intellektuellen und kreativen Offenheit für Bildungs- und Produktionsprozesse sticht das Bauhaus bis heute als einzigartig in der Geschichte der Moderne hervor. Damals wie heute befasst sich das Fachpublikum mit ähnlichen Fragestellungen wie das Bauhaus vor rund einhundert Jahren, zum Beispiel darüber, welche Rolle Kunst und Kultur in der Gestaltung der Gesellschaft spielen oder wie ein zukünftiges Zusammenleben gestaltet werden soll. Die Kulturstiftung des Bundes wird neben den großen Jubiläumsausstellungen an den sammlungsführenden Bauhaus-Institutionen in Weimar, Dessau und Berlin auch das Vermittlungsprogramm „Bauhaus Agenten“ für die neuen Bauhausmuseen fördern und zusätzlich den „Fonds Bauhaus heute“ einrichten, mit dem ab 2016 internationale Projekte, die sich mit der Aktualität der Ideen und Methoden des historischen Bauhaus befassen, auf Antrag finanzielle Unterstützung erfahren können. Mehr Informationen finden Sie hier.

Mit weiteren 13,5 Mio. Euro wird die Kulturstiftung des Bundes das Projekt „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“ fördern, das sich mit der Transformation der kulturellen Infrastruktur in ländlichen Gebieten beschäftigt und mit deren Reaktion auf den dortigen demografischen Wandel. Neben der Umsetzung von konkreten Projekten in den Modellregionen Südniedersachsen, dem Oderbruch, der Saarpfalz und der Schwäbischen Alb will das TRAFO-Programm exemplarische Erfahrungen sammeln, um eine Debatte um die kulturellen Ressourcen in strukturell marginalisierten Gebieten anzustoßen.

Die Ausstellung „Homosexualität_en“ in Münster wird mit 155.000 Euro unterstützt. Mit den restlichen 4,57 Mio. Euro fördert die Stiftung 30 neue Projekte aus allen Sparten im Rahmen der antragsgebundenen allgemeinen Projektförderung. Informationen zu allen Projekten finden Sie hier.

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