Bauhaus in Moskau

Bauhaus in Moskau
Künstler und Architekten des Bauhauses in der Sowjetunion

Das Projekt "Bauhaus in Moskau“ wendet sich der internationalen Avantgarde der 1920er Jahre zu, als sich die besten künstlerischen Kräfte Deutschlands und Russlands im Zustand der aktiven Dialoge befanden. In Russland nahmen die Künstler an den sozialen und politischen Prozessen so aktiv wie nie zuvor teil; es schien, dass ihre ausländischen "progressiven“ Kollegen damit einen Beitrag leisten konnten, Kunst für die neue Gesellschaftlich zu kreieren. Zur gleichen Zeit beobachteten die westlichen Künstler "die Flamme im Osten“ gleichermaßen mit Interesse und Hoffnung.

Im Zentrum der Aufmerksamkeit: Die Bauhaus-Schule, das berühmte "Laboratorium der Moderne“. Die gegenseitigen Beziehungen zwischen Bauhaus und dem Sowjetischen Russland - darunter dem Moskauer WChUTEMAS (Höhere künstlerisch-technische Werkstätten) - machen die historischen und ideologischen Besonderheiten der Existenz des Phänomens sichtbar.

Im Rahmen des Projektes wird in der Galerie WChUTEMAS die Ausstellung "Bauhaus in Moskau“ eröffnet. Ihr Rückgrat bildet die Chronik der Moskauer Ausstellungen, an denen Vertreter der deutschen Schule teilnahmen: Erste allgemeine deutsche Kunstausstellung in der Sowjetunion (1924), Die Ausstellung der Kunst revolutionären Westens (1926); Erste Ausstellung moderner Architektur (1927); Bauhaus Dessau unter der Leitung von Hannes Meyer. 1928-1930. (1931).

Bauhaus Dessau unter der Leitung von Hannes Meyer. 1928-1930. Katalog der Ausstellung. Moskau, 1931. Umschlag
MARCHI Museum

Bauhaus Dessau unter der Leitung von Hannes Meyer. 1928-1930. Katalog der Ausstellung. Moskau, 1931. Umschlag
MARCHI Museum

Lucia Moholy, Bauhaus-Gebäude in Dessau (Walter Gropius), 1926
Stiftung Bauhaus Dessau
Hinnerk Scheper, Farbegestaltung des Narkomfin-Gebäudes in Moskau, aus der Zeitschrift "Malyarnoe delo“, Moskau, 1930
Erste Ausstellung moderner Architektur, Plakat, Moskau, 1927  
MARCHI Museum

Was bedeutete "Bauhaus“ für das sowjetische Publikum? Welche Einstellung hatten seine berühmten Lehrer und einfachen Schüler zu Russland? Verband das Bauhaus und WCHUTEMAS etwas Gemeinsames, abgesehen von der "Buch-Nachbarschaft" in den Lehrbüchern für Architektur und Design? Mit Hilfe von Dokumenten, Briefen, Fotografien und Aussagen der Zeitgenossen stellen die Kuratoren heute mögliche Antworten vor.

Eine Ausstellung über Ausstellungen. Das ist eine Interpretation von Interpretationen, aber keine Rekonstruktion. Ihre Realisierung ist dank der vorhergehenden wissenschaftlichen Untersuchungen möglich, die durch das Museum der Moskauer Hochschule für Architektur (MARCHI Museum) mit Unterstützung der Stiftung Bauhaus Dessau durchgeführt wurden. Der wissenschaftliche Austausch Russlands und Deutschlands wird als gegenwärtige Runde des russisch-deutschen Dialogs wahrgenommen.

Zum pädagogischen Teil des Projektes "Bauhaus in Moskau“ zählen Vorlesungen, Filmvorführungen und Workshops mit deutschen und russischen Experten. Diese Erfahrung soll den jungen Architekten die Möglichkeit geben, das Potential der kreativen Pädagogik des Bauhauses auch noch heute zu spüren.

Am 23. Oktober 2012 eröffnet die Ausstellung, die im Rahmen des Deutschlandjahres in Russland entstand, in der Moskauer Hochschule für Architektur Galerie WChUTEMAS der Moskauer Hochschule für Architektur.

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